Kleiner Erntebericht 2021

Liebe Weinfreunde,
es dauert immer etwas bis die Weinernte mit allen "Nachwehen" verarbeitet ist und wir Neuigkeiten auf dieser Internetseite aktualisieren. Jetzt ist einiges zusammengekommen.  Hier auch ein kleiner Bericht zur Lese 2021, die bei uns am 2. Oktober begann und am 29. Oktober endete.  Wesentlich besser als erwartet aber auch viel weniger als erhofft.  So lässt es sich schnell zusammenfassen.  Die Mostgewichte stehen dem Vorjahr nicht nach, aber die Menge erheblich.   Die Pilzerkrankungen des nassen Sommers hielten wir bis auf wenige Quadratmeter gut in Schach, allerdings machte der einerseits sehr nebelfeuchte aber dabei relativ trockene Herbst den Reben und den Trauben zu schaffen. Wobei besonders der Reifevorteil der sehr warmen Lagen mit deutlichen Ernteverlusten erkauft wurde. Leider hatten wir beim Rotwein auch kein Wetterglück: Ein ganz lokaler Hagel im Juni hatte starke Verieselungsschäden bei der Blüte zur Folge - nur wenige Beeren entwickelten sich an den Trauben. Diese reiften jedoch sensationell. Lieber wenig und gut als umgekehrt.  Qualitativ finde ich die gärenden Jungweine enorm spannend.  Mal kein Wassermangel im Sommer, eher kühle Bedingungen, ein klassischer Jahrgang, der mehr in den späten 1980er, beginnenden 1990er Jahren verortet scheint, als in der Gegenwart.  Da wird man eventuell erkennen können, sowohl was wir gewonnen, als auch was wir verloren haben durch den Klimawandel. Highlight unserer Ernte war eine Trockenbeerenauslese: Etwa 30 Arbeitstage flossen in die Selektion der eingetrockneten Rosinen für 30 Liter Most mit 220 Grad Oechsle. Hoffentlich gärt er! 

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